Historische Schießscheibe von 1767 aus dem Archiv der Schützengesellschaft Kronach.

Die gut erhaltene Scheibe aus dem Jahr 1767 zeigt links die Göttin Diana mit Pfeil und Bogen, in der Mitte die Göttin Fortuna auf einer blauen Weltkugel stehend. Ein großer roter Ochse wird auf einem Scheiterhaufen zum Opfer gebracht. Das große Haus auf der linken Seite weist auf ein Schützenhaus hin, aus einem kleinen Anbau kommt Pulverqualm und zwei Schützen mit Gewehren stehen vor dem Anbau. Eine Reihe großer Bäume als Schussbegrenzer führt zu einer Schießscheibe, in Hausnähe ist auch ein hoher Mast mit einem Vogel obendrauf.

Die Umschrift lautet: Ob Schon Fortuna fliegt Behend, Kann Sie dir doch leicht geben, Was für Diana Göttin brennt Zum Opfer hier daneben.
Im Stifterschild steht: Gegeben von einer Samptlichen Schüzen Compagnie den 22. Sept. 1767 unter H. Nicolaus Pauz des Raths und der Zeit Ober-Schüzen Meister.

Nachforschungen im Archiv der Stadt Kronach durch Anja Weigelt MA, ergaben, dass es zu dieser Zeit zwei Personen Nicolaus Pautz gab.
Ein Nicolaus Pautz Juris Practicus (Rechtsanwalt) wurde 1765 als Bürger in Kronach aufgenommen. Er hat an der Universität Bamberg studiert. Laut Häuserchronik gehörte ihm ab 1769 ein Haus in der Amtsgerichtstraße (später Metzgerei Welscher).
Ein weiterer Johann Nicolaus Pautz wird 1773 als Baumeister erwähnt. In der Liste der Bürgermeister erscheint Pautz einige Jahre, Bürgermeister waren früher auch Oberschützenmeister.
Quelle: Fehn-Chroniken und Häuserchronik der Stadt.